Zum Hauptinhalt springen

Mechanik

Bremsanlage

Als eine der ersten Komponenten wurde die Bremsanlage eines Corrado G60 mit ABS verbaut. Hierzu bedurfte es allerdings etlicher Anpassungsarbeiten: Zuerst mußte das Hydroaggregat im Motorraum positioniert und befestigt werden. Der Halter des Corrado und der des Caddy wurden jeweils halbiert und mittig wieder miteinander verschweißt. So kann die Einheit im Caddy verbaut werden.

Die Vorderachse erhielt das gesamt Radlagergehäuse des Corrado. Hierbei mußten die Querlenker des Golf 1 auf die größeren Tragegelenke des Corrado modifiziert werden.

Bedingt durch diese Kombination mußten Spurstangen und Federbeine des Golf 2 verwendet werden. Die Halterungen und Führungen des ABS-Sensorkabel mußten an Vorder- und Hinterachse gefertigt und verschweißt werden. Der Kabelstrang des Corrado konnte mit einigen Veränderungen übernommen werden. Das Steuergerät sitzt nun wie beim Corrado im Fußraum des Fahrers.

Die Hinterachsbremse, welche über den lastabhängigen Bremskraftregler des Corrado bedient wird, wurde mit dem Achsstummel direkt an der Golf 1 Hinterachse verschraubt. Kleine Anpassungen mußten dabei wegen der ABS-Sensoren durchgeführt werden.

Räder und Reifen

Auf vollpolierten Porsche C2-Felgen mit den Maßen 6x16 und 8x16 jeweils ET52,5 wurden Reifen der Dimension 195/40/16 bzw. 215/35/16 gezogen. Diese Reifenkombination ist wegen der ABS-Tauglichkeit zwingend vorgeschrieben. Den Anschluß zur 4-Loch-Anbindung der G60-Bremse übernehmen Lochkreisadapter von Kerscher. Die Felgen wurden von Automotive SL poliert (Dank an Toni!).

Motor, Getriebe und Auspuff

Der Motor und das Getriebe stammen aus einem verunfallten Golf 3 GTI Bj.96 (20-Jahre-GTI) mit G-Kat. Die Motoraufhängung konnte mit Ausnahme des rechten Halters komplett vom Golf 1 übernommen werden. Der Antrieb der Lichtmaschine stellte sich allerdings als etwas knifflig heraus: das Spenderfahrzeug hatte Vollausstattung mit Klimaanlage und Servolenkung. Da beides im Caddy nicht verbaut werden sollte, mußten also Klimakompressor und Servopumpe abgebaut werden. Die Pumpe diente aber dazu, den Keilrippenriemen zu spannen. Es blieb also nichts anderes übrig, als den Riementrieb auf eine Version ohne Klimaanlage umzubauen. Dazu mußte die Lichtmaschine gegen die Version mit autom. Keilrippenriemenspanner getauscht werden. Auch der Keilrippenriemen wurde durch eine kürzere Version ersetzt.

Der Wasserkühler wurde vom Golf 1 GTI unverändert übernommen. Lediglich der Kühlerlüfter wurde durch einen Rennsportlüfter von SPAL, welcher jetzt vor dem Kühler sitzt, ersetzt. Der GOLF3-Luftfilterkasten wurde platzbedingt durch einen Textilluftfilter ersetzt.

Der Aktivkohlebehälter eines VW-Polo 2F wurde unter der Ladefläche vor dem Tank eingebaut. An der Stelle, an der einst die rechte Blattfeder befestigt war, wurde die Benzinpumpe eines Porsche 993 und der Filter eines Golf 1 Cabrio montiert. Die Benzinleitungen bestehen aus verchromten 8mm Messingleitungen, wie sie auch im Sanitärbereich verwendet werden.

Die Antriebsflansche des Golf 3-Getriebes mußten abgebaut und durch die des Golf 1-Getriebes ersetzt werden, da sonst die Antriebswellen des Golf 1 nicht weiterverwendet werden können.

Da der originale Luftansaugschlauch des Golf3 GTI seitlich am Federbeindom des Golf 1 anliegen würde, mußte ein neuer Schlauch "gefertigt" werden. Hierzu wurden Form-Silikonschläuche von SAMCO und verschiedene Verbinder eingesetzt.

Die Auspuffanlage wurde bis auf den Supersprint- Fächerkrümmer des Golf 1 GTI komplett mit Universalteilen von Jetex (Edelstahl 63,5mm) zusammengestellt.

Es wurde ein Metall-Träger-Katalysator (400 Zellen) von UNI-Fit verbaut.

Die Schaltbetätigung wurde komplett in ihre Einzelteile zerlegt. Diese wurden dann nach dem Sandstrahlen pulverbeschichtet. Die Remontage erfolgte natürlich mit neuen Führungs- und Lagerhülsen und neuen Befestigungsmuttern und -schrauben.

Der Motor wurde fast komplett zerlegt und neu abgedichtet. Sämtliche Verschleißteile (Wasserpumpe, Zahnriemen, Zündkerzen, Verteilerfinger, Ölfilter,...) wurden erneuert. Die Nockenwelle wurde durch ein etwas schärferes Modell, welches zum geänderten Steuergerät passt, ersetzt. Nachdem alle Dichtungen und Bauteile getauscht waren, wurde der Block und der Kopf neu lackiert.

Am Getriebe wurden alle Simmerringe getauscht und das Gehäuse gereinigt und anschließend in Silber lackiert.

Elektrik

Der Motorkabelstrang besteht jeweils etwa zur Hälfte aus dem des GOLF 1 GTI und dem des GOLF 3 GTI. Letztere wurde komplett gestrippt und die entsprechenden Verbindungen zum originalen Golf 1 Kabelstrang hergestellt. Verbindung, welche im Golf 1 Kabelstrang nicht vorhanden waren (z.B. Tachosignal) wurden zusätzlich eingelegt. Als Sicherungskasten wurde ein modifizierter Golf 1-Verteiler verwendet.

Der Kabelstrang des Innenraums wurde erweitert und ebenfalls modifiziert um das Cockpit des GOLF 3 GTI inkl. Multifunktionsanzeige und den Kabelstrang der ABS-Anlage anschließen zu können. Der hintere Kabelstrang wurde basierend auf dem Golf 1 GTI-Leitungssatzes verlängert und mit zusätzlichen Leitungen versehen. Die Stromversorgung erfolgt nun aus den beiden im doppelten Boden eingebauten 12V-Batterien, wobei nur eine für den Fahrbetrieb notwendig ist. Die andere ist ausschließlich für Zusatzeinrichtungen wie Musikanlgae, Kühlbox... vorgesehen.

Sonstiges

Etliche Teile des Fahrwerks und auch Teile der Schaltung bzw. Motorhalter wurden durch Sandstrahlen vom Rost befreit und anschließend pulverbeschichtet. Das Lenkgetriebe wurde zerlegt, gereinigt, neu lackiert und mit neuen Spurstangen des Golf 2 bestückt.

Nach den ersten Fahrversuchen stellte sich herraus, dass die Entfernung der Spritzwand im Motorraum einen gravierenden Nachteil mit sich brachte: Sämtliche Frischluft für den Innenraum wurde nun direkt aus dem Motorraum angesaugt. D.h. nicht nur die Qualität der Luft war sehr schlecht sondern auch die Temperatur hielt sich in einem konstant hohen Bereich.

Aus diesem Grunde wurde die Abdeckung der Heizung (Lüftung) im Motorraum mit reichlich Glasfaser und Kunstharz überzogen und abgedichtet. Anschließend wurden die restlichen Unebenheiten mit einem hochelastischen Spachtel geglättet und zur Lackierung in Silber vorbereitet. Einzig eine kleines Loch wurde ausgespart. Hier wurde per Winkelstück ein ca. 1m langer Luftschlauch, welcher Frischluft aus dem Radkasten fördert, montiert.